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nCor: Nimm mich
nCor fanden 1998 zusammen und machen seitdem Musik. Fantasielose
Einleitung? Eine Story wie tausende andere auch? Stimmt! Also noch mal: Micha, Sebastian und Kevin verbreiten in deutscher Sprache lyrisch-zynische Botschaften und unterlegen dies mit kraftvollen, synthetischen Klängen. Der Rhythmus ist treibend, die Beats sind gezielt und treffen genau ins Herz. Alles zusammen – die Jungs, die Texte und die Musik – das ist nCor. Nicht weniger, eher noch viel mehr!
„In einer Welt voller Leben ist es kalt um uns herum. Die Zeit vergeht im Fluge und wir dreh’n uns nicht mehr um.“ – so heißt es in dem Track „Für dich“ auf dem neu erschienenen Album "Nimm mich". Ein wenig melancholisch, ein wenig apokalyptisch – und leider doch sehr wahr. Diese pointierten Formulierungen sind charakteristisch für die Band und ihre Lieder, weshalb der Hörer gar nicht anders kann, als sie für ihre mutig-trotzige Ehrlichkeit zu bewundern.
Die charismatische Stimme des Sängers Kevin D. verleiht der Musik einen sehr markanten Touch. Düstere Elektro-Klänge, die manchmal an Wolfsheim, dann wieder an Oomph! erinnern, bestechen durch ihre Melodien. Einem bestimmten Genre kann man den Sound kaum zuordnen, da sich nCor vielerorts bedienen und so entsteht ein musikalischer Teppich mit Fäden aus Gothic- und Synthetic-Elektro-Klängen, leichten Pop-Andeutungen, Gitarrenriffs und noch vielem mehr. Vielfältig, aber doch immer zielstrebig gut.
„Die Helden sind Vergangenheit“ („Das letzte Lied“) – aber vielleicht gibt es ja mit nCor neue Helden, Helden der Gegenwart eben. Helden der Sprache, der Kompromisslosigkeit und der alternativen Musik.
Fazit: Nomen est Omen: encore – more – mehr davon! Elisa Jannasch
Mehr Infos unter:
Artist: nCor Album: Nimm mich Erscheinungsdatum: 04. April 2005 Label: final dusk Records
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