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Film: produced by Til Schweiger

Soundtracks

 

Die Autorin gibt unumwunden zu: Dies ist nicht nur eine Hommage an die Soundtracks der Til Schweiger-Filme, sondern gleichzeitig auch eine Hymne, die zu einer Liebeserklärung hin tendiert.

Denn: Man kann die Filme des deutschen Möchtegern-Hollywood-Stars mögen, man kann es aber auch lassen. Vielleicht sollte man auch einfach seine Filme und die Soundtracks getrennt betrachten - vor allem getrennt von der Person Til Schweiger. Diese Frage soll an dieser Stelle aber auch gar nicht erörtert werden.

 

Was für mich unausweichlich feststeht: Ich mag die dazugehörigen Soundtracks, ausnahmslos. Von „Barfuß“ über „Der Krieger und die Kaiserin“, „Keinohrhasen“, „Phantomschmerz“ bis hin zum aktuellsten „Männerherzen“. Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Hier die zehn wichtigsten:

 

  1. Die Soundtracks vereinen eine einzigartige Mischung von bekannten Künstlern und Newcomern. Auf diese Weise habe ich schon den einen oder anderen Künstler neu für mich entdeckt. Auch eine Art Nachwuchsförderung.

  2. Neben den Songs finden immer eine Menge Instrumentalstücke Platz, die stimmungsvolle Bilder zeichnen. Und auch noch Jahre später an die schönsten Szenen der Filme erinnern.

  3. Herr Schweiger schreckt weder vor deutschen noch vor schrägen Songs zurück. Hut ab vor diesem Mut. Beispiel gefällig: Bruce Berger mit „Sag mir warum“. Glücklicherweise gerade noch an der Grenze zu lustig-unterhaltsam.

  4. Der Mix von Musikstilen in einem Album gestaltet die Soundtracks abwechslungsreich und vielseitig: da reiht sich Elektronik an Punk, Pop folgt dem Rock auf den Fersen, und dazwischen tummeln sich noch Schlager-angehauchte Stücke sowie romantisch-schnulzige Balladen.

  5. Weil sie so schön traurig sein können. Und ja, noch heute kann mir „Apologize“ die Tränen in die Augen treiben. Für die Entdeckung von "One Republic" bin ich ihm nachhaltig dankbar.

  6. Die Soundtracks bieten etwas für jede Stimmung. Sie heitern Traurige auf, leiden im Liebeskummer mit und verstärken gute Laune. Genauso sollte Musik sein!

  7. Weil sie glücklich machen. Ganz einfach.

  8. Diese Musik gibt den Glauben an gute, ehrliche Musik wieder zurück. Daran, dass es mehr geben muss, und scheinbar auch gibt, als nur so genannte Casting-Stars und einheitlichen Radio-Pop-Brei.

  9. Weil es nichts Schöneres gibt, als ein Büro zu beobachten, dass bei einem Klingelton aus einem der Schweigerschen Soundtracks gemeinschaftlich aufblickt und anfängt zu strahlen. Wie ein Geheim-Club, der vielleicht nicht viel, aber immerhin eine Sache gemeinsam hat: Die Liebe zu dieser Musik.

  10. Und zu guter Letzt: Dass sie wirklich schön sind, obwohl Til Schweiger sich dafür verantwortlich zeichnet.

 

Fazit:

Ich freue mich schon auf den nächsten Schweiger-Film. Oder zumindest auf den Soundtrack. Und wenn „Zweiohrküken“ hält, was „Keinohrhasen“ versprochen hat, dann wird es wieder ein Fest. Ein sehr berührendes.

 

Elisa Jannasch