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Phillip Boa and the Voodoo Club: Diamonds Fall

 

Phillip Boa and the Voodoo Club sind zurück. Endlich. Denn es schien wie eine Ewigkeit. Doch mit „Diamonds Fall“ haben sie diese Pause mehr als nur wieder wett gemacht. Denn sie sind zurück. Eindrucksvoller, eingängiger und stärker als je zuvor.

 

Phillip Boa verfügt über eine Stimme, die überhaupt keine Begleitmusik benötigt – sie klingt selbst wie ein gesamtes Orchester. Mal schmeichelnd, mal fordernd, und immer fast unglaubwürdig sexy.

 

„Diamonds Fall“ ist ein Werk. Ob es tatsächlich den Titel Meisterwerk verdient hat, sei dahingestellt. Aber es ist ein in sich geschlossenes Werk aus beinahe opulenten Melodien. Schon der titelgebende erste Track des Albums wartet mit Chören und leiseren Instrumental-Bridges auf, alles umspannt von der einzigartigen Stimme Philipp Boas. Dem gegenüber steht die klare Stimme Pia Lunds, die einen unvergleichbaren Kontrast zu Boa bildet.

 

Auch die Lyrics sind wieder als typische Phillip Boa-Texte erkennbar. „Lord have mercy with the 1-eyed“ lässt unvergleichbare Ironie durchscheinen: provokativ und gleichzeitig amüsierend. „Diamonds Fall“ bewegt sich zwischen schnelleren Nummern, die tatsächlich auch keine wirklichen Spuren hinterlassen, und einprägsamen Tracks, die fast schon Ohrwurmqualität haben. „Black Light“ und „Fiat Toplino“ zählen definitiv zu letzterer Qualität. Besonders „Fiat Toplino“ bringt Wortspiele zum Vorschein, die sich sonst kaum auf der Platte finden lassen, und verleihen dem Track clubtaugliche Rhythmen und Flows.

 

Bereits 1984 gründete sich Phillip Boa and the Voodoo Club als eine der Vorreiter-Bands für Indie. Nach der Veröffentlichung diverser Alben kehrt Boa der Independent-Musik den Rücken und wendet sich seiner Metal-Band Voodoocult zu, mit der er zwei Jahre lang zwei Alben produzierte und tourte. Phillip Boa and the Voodoo-Club haben in ihrer nunmehr 25-jährigen Bandgeschichte das geschafft, wovon so viele deutsche Künstler träumen und es doch nie erreichen: internationale Anerkennung zu erreichen. Denn der Bandname ist auch über die Grenzen Europas hinaus ein Begriff, der innerhalb der Indie-Bewegung beinahe eine Vorbildfunktion einnimmt – vor allem für die Fähigkeit der Band, sich immer wieder neu zu erfinden und sich dennoch selbst dabei treu zu bleiben.

 

Fazit:

Phillip Boa and the Voodoo Club haben mit „Diamonds Fall“ ein beeindruckendes Comeback vorgelegt: wort- und stimmgewaltig und wunderschön melodiös. Ein Album, das zu jeder Stimmung passt und von dem man sowieso nie genug bekommen kann.

 

Elisa Jannasch

Mehr Informationen unter:

Website: http://www.phillipboa.de  

Myspace: http://www.myspace.com/phillipboaandthevoodooclub

Revolver Promotion Website: www.
revolverpromotion.de