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MAdoppelT: Hybrid
Rap-Musik aus Wien. Was auf den ersten Blick angesichts verstaubter Mozart-Klänge, Konservatorien und einschüchternder Barockbauten eher abwegig erscheint, kann erstaunlich gut funktionieren. Wenn man MAdoppelT ist und scheinbar jede Faser Musikalität und Leidenschaft für den Rap in detail-verliebte Arrangements investiert.
Durch Chöre während der Refrains verschafft er den Songs Volumen. Wenn er auf Track 3 um Luft zum Atmen bittet, wird der aufmerksame Hörer von den Klängen an Coolios Gangsta's Paradise erinnert. Mit "Lass es brennen" fügt er Reggae-Elemente hinzu. Erinnert im Refrain an die Gute-Laune-Musik von Gentleman. Für den finalen Track holt er sich die Unterstützung von Lukas Hillebrand, um den es in letzter Zeit leider auch etwas ruhiger geworden war. Und prompt erhält der Song einen leicht balladesken Touch. Er rappt über Chancen und Verluste, Liebe und Freiheit, mischt deutsch und englisch. Alle Texte des Albums wurden von ihm selbst geschrieben, wodurch man ihm als Songwriter einiges Talent bescheinigen muss. Vielseitig und vielschichtig, so sind die Texte aufgebaut und so hallen einige Textzeilen noch länger nach. In Deutschland wird MAdoppelT sicherlich gute Chancen haben, den Markt zu erobern, da er all die Elemente und Referenzen miteinander kombiniert, die hier schon einmal erfolgreich waren - und in Legenden weiterlebt. Wirklich neu wirkt es dadurch nicht. Muss es vielleicht auch gar nicht. Denn herausgekommen ist mit "Hybrid" - ein überaus passender Titel - ein hörbares Werk, das für solide gute Unterhaltung sorgt. Fazit: Melodischer Rap, ein schöner Stil-Mix, coole Beats - der perfekte Gute-Laune-Soundtrack. Rap aus Wien ist wie Rap aus New York: er kann gut sein, er kann schlecht sein. Mit MAdoppelT haben wir Glück: Er ist gut.
Elisa Jannasch
Mehr Informationen unter: Website: www.madoppelt.com MySpace: www.myspace.com/madoppelt UTube: www.youtube.com/madoppelt
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