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Lene Marlin: Lost in a Moment

 

Mit 24 Jahren ist die blonde Norwegerin bereits ein Profi in dem Musik-Business. Kein Wunder, denn sie ist bereits seit 7 Jahren dabei. Ihr erster Hit „Sitting down here“ schaffte es auf Anhieb in die Radios weltweit – und damit auch in die Herzen ihrer Fans.

 

Denn Lene Marlin zeichnet sich durch eine große Natürlichkeit aus. Eine Eigenschaft, die in der heutigen Musikwelt leider sehr selten geworden ist. So schreibt und komponiert sie ihre Songs selbst und verzichtet dabei auf aufwändige Arrangements. Sie singt und schreibt und spielt Gitarre. Beigebracht hat sie sich all das in Eigenregie. Ihre Musik ist schlicht, ebenso wie ihre Bühnenshow bei Konzerten. Denn sie weiß, dass sie den Rahmen drumherum nicht braucht: Ihre Musik spricht für sich. Und jeweils Platin für ihre ersten beiden Alben geben ihr Recht.

Und so auch bei ihrem nunmehr dritten Studioalbum „Lost in a Moment“. Ihre glasklare Stimme singt von Liebe und Erfahrungen, Trennungen und Gefühlen. Sie ist deutlich erwachsener geworden, die Songs klingen ausgereifter.

Das Album umfasst eine Mischung der verschiedensten Stimmungen: mal nachdenklich, dann wieder heiter und fröhlich, um dann wieder melancholische Töne anklingen zu lassen. Jedes Lied malt Bilder, erzählt eine eigene kleine Geschichte. Es wirkt sehr persönlich, wie Lene auch selbst bestätigt:„Es fällt mir sehr schwer, „Lost in a Moment“ zu beschreiben, weil mir die Platte so nah ist.“

Nach wie vor dominiert die Gitarre den Instrumentalteil ihrer Musik, doch auch das Klavier harmoniert hervorragend mit ihrer Stimme und der Atmosphäre. Das Cello verleiht den Songs eine spezielle Note und unterstreicht die gefühlvollen Kompositionen.

 

Alles in allem hat Lene Marlin Songs geschaffen, die aus einem Guss sind: rund, vollkommen und Glück verströmend.

 

Fazit:

Wunderbare Popmusik mit Tiefgang, vorgetragenen von einer der wohl interessantesten Stimme der derzeitigen Musikwelt. Musik, die noch ehrlich ist und nicht von einem Techniküberhang oder Casting- und Marketingkonzepten verfälscht wurde.

 

Elisa Jannasch