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X-Men Origins: Wolverine

 

Director: Gavin Hood

Hauptdarsteller: Hugh Jackman, Liev Schreiber

 

Eigentlich sind wir des süß-spannenden Hollywood-Kitsches überdrüssig, oder? Im Anschluss an „X-Men Origins: Wolverine“ lautet die Antwort - nein.

 
Nach den ersten Minuten weiß der Zuschauer, dass Wolverine (Hugh Jackman) mal James Logan hieß und eine bewegte Kindheit hinter sich hat. Aber wichtiger noch: James Howlett hat einen Bruder, Victor (Liev Schreiber). Auch er ist ein Mutant, dessen Fähigkeiten einem Wolf ähneln.

Zusammen mit Victor wird James von Colonel William Stryker (Danny Huston) in das Mutantenteam aufgenommen, das laut Stryker die Vereinigten Staaten vor äußeren Feinden beschützen soll, doch dem Offizier letztlich als perfekte Waffe für seine Interessen dient. Als Unschuldige ins Kreuzfeuer geraten, hat James genug. Die Kaltblütigkeit des Teams und seines eigenen Bruders will er vergessen.
 

Und wie vergisst Mann laut Hollywood am besten? Natürlich in den Armen einer schönen Frau. Sechs Jahre lang lebt James, der sich fortan Logan nennt, glücklich mit seiner Kayla (Lynn Collins) zusammen. Doch die Vergangenheit holt ihn sogar in der kanadischen Wildnis ein, wo er sich mit seiner großen Liebe zurück gezogen hat: Zuerst taucht Stryker auf und warnt Logan vor seinem blutdurstigen Bruder, am nächsten Tag bringt dieser bereits Logans Herzensdame um. Logan sieht rot: Victor muss büßen.
 

Auf seinem Kriegspfad willigt Logan Strykers Vorschlag ein, sein Mutantenskelett mit dem unzerstörbaren Metall Adamantium überziehen zu lassen – so kann er gegen Victor antreten. Doch selbst wer die Marvel-Comics nicht gelesen hat, ahnt bereits: Logans Rachepfad ist mit einigen (bösen) Überraschungen versehen. Wobei Überraschung bereits zu viel gesagt ist – denn der Film ist voraussehbar und einfach in seinem Plot. Schlecht ist er deshalb trotzdem nicht. Immerhin dürfen die Zuschauerinnen den starken Beschützer sowie die Anatomie der männlichen Muskeln anschmachten, während die Männer sich an Schlägereien, bösen Mienen und ausgefallenen Waffen begeistern können.
 

Fazit:

Die „Primetime“ des Samstag- oder Freitagabends ist der Film wahrlich NICHT wert. Aber an einem (verregneten) Dienstag und mit einer großen Packung Popcorn lässt sich die neuste Marvel-Verfilmung genießen.

 

Anna Gielas

 

Kino-Premiere: 29. April 2009


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