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Pushing Daisies (Season II)

 

Regisseure/Produzenten: Bryan Fuller, Lawrence Trilling, Adam Kane, Peter O'Fallon, Allan Kroeker, Barry Sonnenfeld

Hauptdarsteller: Lee Pace, Anna Friel, Chi McBride

 

Noch immer genau so märchenhaft in Bonbonfarben und mit Spielzeugfarben kommt auch die zweite Staffel von Pushing Daisies einher. Die gleiche Besetzung, die gleiche Struktur: ein Mordfall pro Folge, den das Team mehr oder minder gemeinsam löst, und eine Erkenntnis über das Leben, serviert mit Zuckerguss.


 

Staffel I verarbeitete noch Neds Geständnis, er verschulde den Tod von Chucks Vater, und endete furios mit dem Aufdecken der wahren Identität von Chucks Mutter. So gesellt sich zu der bisherigen Last der Geheimnisse, die Olive hüten muss, noch eine weitere Todgeglaubte. Und so kommt es, wie es kommen muss: Olive bricht unter ihrem Wissen zusammen und wirft – im wahrsten Sinne des Wortes – das Handtuch vor Neds Füße, um zu sich selbst zu finden. In einem Kloster, in dem auch Aunt Lily des Öfteren weilt, seitdem sie dort Chuck zur Welt brachte. Doch auch Ned erfährt von Emerson Cod ein Geheimnis (ja, auch Emerson spricht gelegentlich über sich selbst und es steckt tatsächlich mehr hinter der sarkastischen Fassade): Emerson ist Vater einer Tochter, die er nicht sehen darf, für die er aber stattdessen ein liebevolles Kinder-Detektivbuch geschrieben hat. Dass sich Ned mit dieser Information zufrieden gibt, war natürlich nicht zu erwarten. Stattdessen aber, dass dieses Thema einen weiteren Handlungsstrang hergibt.

Die zweite Staffel von Pushing Daisies stellt die persönliche Geschichten der Hauptakteure mehr und mehr in den Vordergrund: mehr als nur ein Familien-Business, wie auch Emersons Mutter zeigt. Und die detektivische Arbeit des Quartetts macht sich auch in ihrem Privatleben bezahlt, wenn es um das Erforschen der eigenen Familiengeschichte geht. Denn die Vergangenheit holt die Vier immer mehr ein – frei nach dem Motto, „die Geister, die ich rief“…

 

Wie auch in Staffel I endet jede Folge versöhnlich, alle Missverständnisse sind aus dem Weg geräumt und die Charaktere mit sich und der Welt im Reinen. Eigentlich müsste so viel Perfektion – sogar im Fashion Sense (wie kann jemand selbst in der größten Krise noch so wunderhübsch-perfekt aussehen?) – zu Überdruss führen, doch Pushing Daisies beherrscht diese Gratwanderung. Bevor diese Serie in die Überzuckerung abrutscht, holen makabre Szenen, gewandte Wortspiele und spitzfindige Ironie „Pushing Daisies“ wieder auf ein sicheres Unterhaltungsterritorium. Doch der Zuschauer sollte nicht mehr als oberflächliche Unterhaltung erwarten, die trotz der schillernden Farben bald wieder in der Erinnerung verblasst. Denn das Konzept trägt tatsächlich nicht länger als zwei Staffeln: Selbst der Verfressenste könnte unmöglich mehr als zwei Tafeln Schokolade an einem Abend vertragen. Zuviel des Guten!

 

Fazit:

Pushing Daisies, Staffel II knüpft nahtlos an Staffel I an: Kulisse, Aufbau und Dialoge. Alles nicht schlecht, aber zu wenig aufregend (um nicht zu sagen: zu langweilig). Die schauspielerischen Leistungen (allen voran: Lee Pace, Anna Friel, Chi McBride) sind das wahre Highlight der Serie, die zuletzt fast nur noch von den Darstellern getragen wurde. Alles in allen: sehr hübsche Ablenkung mit zuckerglasierter Moral von der Geschicht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 

Elisa Jannasch

Pushing Daisies, Staffel II (4 DVDs)

  • Format: Dolby, PAL

  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Ungarisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

  • Region: Region 2

  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

  • Studio: Warner Home Video - DVD

  • DVD-Erscheinungstermin: 18. September 2009

  • Produktionsjahr: 2009