|
|
|
Prison Break (Season I)
Director: Paul Scheuring Hauptdarsteller: Dominic Purcell, Wentworth Miller
Endlich eine Fernsehserie, in der die üblichen Elemente Sex, Drugs and Rock’n’Roll innovativ miteinander verwoben sind:
Sex wird zum Alptraum, Drogen werden zum Alltag und Rock’n’Roll ist
gänzlich untersagt – willkommen im Gefängnis. Michael Scofield (Wentworth Miller) begeht einen Banküberfall, um in der Strafanstalt Fox River zu landen, in der Bruder Lincoln Burrows (Dominic Purcell) auf den Vollzug seiner Todesstrafe wartet. Aber Scofield ist nicht an einem letzten Teekränzchen am Stacheldrahtzaun interessiert: Der „magna cum laude“- Absolvent eines Ingenieurstudiums ist ehemaliger Mitarbeiter der Firma, die an dem Bau des Gefängnisses beteiligt war. Michael hat seinen Zugang zu allen entsprechenden Blaupausen genutzt, um einen Ausbruchsplan für Linc und sich zu entwickeln. Um alle wichtigen Pläne auch im Gefängnis parat zu haben, hat er sie in Form einer eindrucksvollen Oberkörper-Tätowierung getarnt. Great guy, this Michael Scofield, great indeed.
Das denkt sich vermutlich auch Lincoln Burrows, als er seinem jüngeren Bruder bei der Sonntagsmesse in der Gefängniskapelle begegnet. Obwohl Linc lieber als unschuldiger Mann, der er zu sein behauptet, aus der Strafanstalt entlassen werden würde, wird Michaels Fluchtplan rasch zu seiner ultima ratio. Schließlich bleiben Linc lediglich drei Wochen, um seine Unschuld zu beweisen. Was Linc nicht weiß: Er hat einen übermächtigen Feind - die Regierung. Sie legt ihm die Ermordung von Terrence Steadman, dem Bruder der Vizepräsidentin, zur Last. Ominöse Geheimabteilungen und die Vizepräsidentin wollen Lincoln Burrows auf dem elektrischen Stuhl sehen. Veronica Donovan, die ehemalige (und vermutlich wieder-) Freundin von Lincoln kämpft als furchtlose Anwältin für die Entlassung ihres On/Off-Ex. Dabei stellt sie entscheidende Fragen und gerät ins sprichwörtliche Schussvisier der Regierung.
Derweilen findet Michael im Gefängnis tatkräftige Unterstützung von fünf Häftlingen, mit denen er seine Fluchtpläne geteilt hat. Besondere Beachtung sollte Robert Knepper alias Häftling Theodore „T-Bag“ Bagwell finden – so abstoßend der Seriencharakter, so gut sein Darsteller. Die Hauptdarsteller sind ebenfalls überzeugend. Dominic Purcell als „Dead Man Walking“ legt ein einleuchtendes Wechselbad aus Hoffnung und Verzweiflung an den Tag. Wentworth Miller, der eingekerkerte Eliteuni-Absolvent, bringt die Entwicklung vom Milchbubi zum Gefängnisinsassen glaubhaft rüber. Bisweilen scheint es, als würde Michael an den moralischen Herausforderungen zerbrechen, die ihm das Gefängnis bereitet – kurzum: Wentworth Miller wird der Rolle gerecht. Fazit: Die Story ist interessant, die Darsteller gut gewählt - zu Recht Preisgekrönt, die Serie. Liebes Hollywood, bitte gib uns mehr davon!
Anna Gielas Prison Break, Staffel I (6 DVDs)
|