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Dead like me (Season I)

 

 

Regisseure/Produzenten: Stephen Herek, Bryan Fuller

Hauptdarsteller: Ellen Muth, Callum Blue, Sarah Wynter

 

Dead like me erzählt über das leben nach dem Tod. Denn dass mit dem Tod tatsächlich wirklich alles vorbei ist, glaubt doch nicht wirklich jemand? Und wenn doch, wird er jetzt durch ein Team sympathischer Seelensammler vom Gegenteil überzeugt.

Die 18-jährige Georgia Lass - genannt: George – [Ellen Muth] begegnet ihrem Leben mit Sarkasmus und Zynismus. Denn was bleibt einem übrig, wenn man eine kontrollsüchtige Mutter, einen ehebrechenden Vater und eine besserwisserische kleine Schwester hat?! Um dem Vater am College aus dem Weg zu gehen, bricht sie die Schule kurzerhand ab. Ziele hatte sie sowieso nicht. Bis sie von ihrer Mutter als Arbeitsbeschaffsungsmaßnahme in eine Agentur verfrachtet wird – dort soll sie sich mit der Aktenablage im Keller auseinander setzen. Von da an hat George ein Ziel: Augen zu und durch, einfach überleben. Leider scheitert sie schon in ihrer ersten Mittagspause daran: Sie wird von einem Toilettensitz der verglühenden Raumstation MIR tödlich getroffen.

 

Aber damit ist George keineswegs von allen Problemen auf einen Schlag erlöst, sondern bekommt eine neue Aufgabe (Jobs gibt es auch für die Verstorbenen): Sie soll Seelen, deren Körper durch Unfälle aus dem Leben scheiden, auf die letzte Reise schicken. Das stellt sich manchmal als größere Herausforderung dar, denn die Tote wollen a) nicht glauben, dass sie tot sind; b) noch nicht gehen; c) noch Abschied nehmen; d) sich noch rächen. 

Doch George ist nicht allein, denn ihr zur Seite stehen der Chef der Seelensammler Rube [Many Patinkin], der Drogen- und Daisy-fixierte Brite Mason [Callum Blue], die zynische Roxy [Jasmine Guy] und die wunderhübsche und eitle Ex-Aktrice Daisy [Laura Harris]. Einmal mit den Regeln und Gewohnheiten der Seelensammler vertraut (1. Menschen nehmen sie nun äußerlich anders wahr als zu Lebzeiten. 2. Auch als Seelensammler braucht man ein Dach über dem Kopf, Nahrung, etc. Dies erfordert Geld und damit – wenn man nicht Mason ist – auch einen Job. 3. Die Zeiten der Unfälle und die Namen der Sterbenden werden per Post-its verteilt. Sei pünktlich, verbummel die Zettel nicht und freunde dich nie mit den zukünftigen opfern an. 4. wenn Personen dem Tod geweiht sind, gibt es keine Ausnahmen.) In diesem Team findet George so etwas wie eine neue Familie – auch wenn es nicht den Anschein hat, kümmert sich die fünf umeinander und hören einander zu. Auch wenn sie dies niemals zugeben würden. Insbesondere Rube (getreu dem Motto: harte Schale, weicher Kern) hilft Peanut, wie er George gern liebevoll nennt, aus der Patsche und zurück auf den richtigen Weg.

Auch wenn George mit ihrer pessimistischen Art zu Lebzeiten nicht unbedingt den besten Draht zu ihrer Familie hatte, sorgt sie sich nun um sie – denn ihre Familie fällt auseinander. Ihre kleine Schwester Reggie kann ihren Tod nicht verwinden, Mutter Joy ist überfordert und Vater Clancy verlässt Mutter und Tochter.

Und mit jeder Folge findet George mehr zu sich, lernt über die Ironie des Schicksal (und wieder arbeitet sie in der Agentur „Happy Time“…) und die Menschen, ihre Beweggründe für Taten und letztendlich auch über Gefühle. Gefühle zu denen sie niemals fähig sein könnte, wie sie irrtümlicherweise glaubte. Und so wird George in dem Leben nach ihrem Tod langsam erwachsen und lernt das Leben zu schätzen.

 

Produzent Bryan Fuller ist mit Dead Like Me eine überaus witzige, wortgewandte und unterhaltsame Serie gelungen, die im Fernsehen erfolglos seinesgleichen sucht. Getragen wird diese Serie nicht nur von der Situationskomik und den anspruchsvollen Dialogen, sondern auch von den hervorragenden schauspielerischen Leistungen, allen voran Ellen Muth und Callum Blue.

 

Fazit:

Makaber, sarkastisch, düster-komisch – all diese Eigenschaften sind in einer einzigen Serie versammelt. Dazu noch grandiose Darsteller, welche die Verkorkstheit ihrer Charaktere so liebenswert glaubwürdig lebten. Vielschichtige Storylines verhalfen Dead like me zu einem gewissen Niveau und Anspruch an das Publikum – und vielleicht war gerade dies das Problem, das schon nach zwei Staffeln zum Aus dieser Serie führten. Auch wenn dies nicht wirklich nachvollziehbar ist, so ist es vielleicht nicht das Schlechteste: Denn die Serie war unübertroffen gut, und so wird man sie in Erinnerung behalten.

Denn was hat uns der tragische Tod von George Lass gelehrt: Die Besten sterben tatsächlich jung.

 

Elisa Jannasch

Dead like me, Staffel I (4 DVDs)

  • Format: PAL

  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

  • Region: Region 2

  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

  • Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)

  • DVD-Erscheinungstermin:  22. Oktober 2007

  • Produktionsjahr: 2003