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Clueso: An und für sich
Mit "Chicago" gewann er damals mein Herz. Gehört habe ich ihn viel, live gesehen leider nie. Nach so vielen Jahren wurde es Zeit, dies endlich zu ändern. Die Vorfreude auf das Club-Konzert in der Kulturfabrik Krefeld nahm täglich zu - bis ich dann endlich im Februar vor der Tür stand. Vor einer sehr fest verschlossenen. - Das ist also der Dank für jahrelange Hörer- und Fantreue?! Glücklicherweise ist aufgeschoben nicht aufgehoben und ich durfte die Vorfreude noch einmal bis April auskosten. Und es sollte sich bezahlt machen.
In gemütlicher Atmosphäre betraten sie die Bühne, Clueso und seine Band. Vielseitig und talentiert an den Instrumenten, ohne Zweifel. Doch was wären sie ohne ihren Sänger?! Charismatisch und charmant allemal. Doch das ist nur eine nette Zugabe zu seiner eindringlichen Stimme, die unter die Haut geht, die berührt. Bei der man sich auch mit geschlossenen Augen in das Konzert stellen könnte. Wie seine Songs singt Clueso mal energiegeladen, mal melancholisch, dann wieder rockig-dreckig. Selbst seine neuen Ausflüge in eher elektronische Sphären meistert er mit Bravour. Während der gut 90 Minuten stellte er die
meisten Songs seines neuen Albums "An und für sich" vor, in einer guten Mischung
mit älteren und ganz alten Lieder. Klassiker wie "Chicago" oder "Barfuß" kamen
darin ebenso vor wie die neueren "Gewinner" oder "Zentimeter" - Lieder, bei
denen der Club geschlossen mitsang. Ein bisschen Small Talk zwischendurch, aber
doch sehr
Fazit: Wie Clueso selbst singt... Zu schnell vorbei. Aber schön war es, so schön. Zum Träumen, Zum Mitsingen, zum Schwärmen, zum Nachdenken. Denn auch wenn es zu schnell vorbei war, Clueso wird noch lange nachwirken. - Und glücklicherweise gibt es ja immer ein nächstes Mal.
Elisa Jannasch P.S. Und noch mehr Clueso gibt es hier... |