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Frank Schulz: Das Ouzo-Orakel
Lang erwartet legt Frank Schulz endlich nach: Das Ouzo-Orakel ist sein zweiter Roman – und hält, was er verspricht. Sonne, Ouzo und dessen Heimat Griechenland. Dazu die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, deren Lebenspfade sich unweigerlich miteinander vermischen. Für die mysteriöse Komponente sorgen philosophische Ansätze und viele, nicht immer ganz nachvollziehbare Dialoge.
Schon im Vorfeld überschlugen sich die Kritiker voll des Lobes, seien es Harry Rowohlt oder Gerhard Henschel. Dieser Roman ist keineswegs eine Lektüre für „mal eben zwischendurch“: Mit seinen Anspielungen auf die griechische Mythologie, zahlreichen griechischen Vokabeln und philosophisch-angehauchten Abschweifungen ist es anspruchsvoll und fordert die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Dennoch gewinnt Schulz an Sympathien, wenn er von Legenden und Märchen erzählt und so den Leser in fremde, phantastische Welten entführt. Frank Schulz ist ein Meister der Formulierungen – nicht immer klar, aber gerade dadurch faszinierend. Er führt seine Leser durch die Abgründe menschlicher Psyche und Beweggründe, zeigt Aktionen und Reaktionen vor einem manchmal nicht wirklich scheinenden Hintergrund.
Fazit: esonders an kalten Wintertagen empfehlenswert, denn dann entfaltet der griechische Sonnenschein seine Wirkung am besten. Und ein bisschen Geduld ist ebenso wichtig, da sich die Seiten, Beschreibungen und Dialoge manchmal dann doch ein wenig in die Länge ziehen.
Elisa Jannasch Frank Schulz - Das Ouzo-Orakel
Gebunden
- Eichborn
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