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Mein Lieblingslied. Songs und Storys

 

Was gibt es für Buch- und Musikfans Besseres als eine Kombination beider Genres? Eben! Rein gar nichts. Das hat auch der Krüger Verlag erkannt, der den mittlerweile schon zweiten Band seiner Reihe „Songs & Storys“ herausgibt.

 

Mein Lieblingslied“ ist eine Anthologie, in der deutsche Autoren und Musiker ihre ganz persönliche Geschichte zu ihrem Lieblingslied erzählen oder in einer Kurzgeschichte ein ganz besonderes Lied vorstellen. Manchmal anrührend, manchmal spannend, manchmal zum Lachen oder zum Nachdenken anregend, immer unterhaltsam.

Viele Kindheitserinnerungen führen dazu, dass der Leser sich selbst noch einmal an seine ersten Lieder zurück erinnert oder sich vielleicht in so mancher Geschichte wieder erkennt.

Wunderbar das Leben eines Neulings im Musiker-Touralltag porträtierend stellt die Sängerin & Texterin der Band „Wir sind Helden“ Judith Holofernes „Hallelujah“ von John Cale vor. Und wenn der Herausgeber der Reihe „Songs & Storys“ George Lindt in „Fürsten der Finsternis“ von seiner Liebe zu Depeche Mode und der Schwester seines besten Freundes schwärmt, dann kam ich gar nicht mehr umhin, viel Verständnis zu zeigen und seine Worte nachzufühlen – Letzte Nacht hab ich geträumt, dass mich jemand liebt.

Wunderschön ist die Kurzgeschichte „The Secret of Life“ von Andreas Gaw, in der die Protagonistin sich mit Hilfe eines Cadillacs in der kalifornischen Wüste wie Elvis fühlt, um kurz darauf aus diesem Traum jäh aufzuwachen. Und auch wenn in dieser Geschichte ein Unglück auf das andere folgt, so bleibt am Ende doch noch etwas zurück: ein neues Lieblingslied. Denn: „… the secret of life is a good cup of coffeee…“

 

Und das ist der Schlüssel, der all diesen Geschichten zu Grunde liegt: die Musik. Universell verständlich - eine Möglichkeit, Emotionen auszudrücken, wenn einem selbst die Worte dafür fehlen. Eine Assoziation für Erinnerungen, ein Stück heile Welt.

 

Fazit:

Eine wunderschöne Sammlung verschiedenster Texte, die alle auf ihre eigene Weise kleine Wunderwerke sind. Dazu der Soundtrack mit teils melancholischen, teils unbekannten Songs, die einen perfekten Soundtrack für trübe Sommertagen sind. Ein besonderes Extra sind die drei Videoclips, die noch mehr Bilder zu den Worten liefern. Und wer weiß, vielleicht findet ja der ein oder andere noch ein neues Lieblingslied!

 

Elisa Jannasch