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Alice Kuipers: Sehen wir uns morgen?
Claire ist eine fünfzehnjährige Schülerin. Seit der Scheidung ihrer Eltern lebt sie bei ihrer Mutter, einer Ärztin in der Geburtsklinik. Beide stecken so tief in ihrem Alltag, dass sie viele ihrer Unterhaltungen per Zettel führen. Zettel an ihrem Kühlschrank.
Ihre Mutter arbeitet in der Klinik, wo sie tagtäglich um Leben kämpft, um kleines junges Leben. Sie bangt mit den jungen Schicksalen und ist über Gebühr eingespannt. Doch dann wird sie eines Tages mit ihrem eigenen Schicksal und Kampf konfrontiert: Brustkrebs, der nach und nach ihren Körper auffrisst.
Alice Kuipers schildert einfühlsam, doch niemals rührselig, wie sich Mutter und Tochter auf ganz unterschiedliche Weise diesem Kampf stellen. Sie kapseln sich voneinander ab, gaukeln sich Realität vor und gestehen sich lange nicht ihre Ängste und Einsamkeit ein. Doch irgendwann stellen sie sich der Wahrheit, erkennen den unausweichlichen Tod an und reden wieder miteinander. Reflektieren, was im Leben wirklich zählt, was sie noch nicht erreicht haben und wie es weitergehen soll. Denn zumindest für Claire geht es weiter.
Ein trauriges Buch, das unendlich viel Hoffnung und Kraft spendet.
Fazit:
Ein wirklich ganz besonderer Roman, der zutiefst berührt und zum Nachdenken anregt. Der zeigt, wie kurz und umso bedeutender das Leben ist, wie wertvoll.
Elisa Jannasch Alice Kuipers - Sehen wir uns morgen?
Gebundene Ausgabe
- Krüger, Frankfurt
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