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Michael Höfler: Nebel ins Dunkel

 

Nach seinem wunderschönen Debüt „Gedichte so schön wie Poesie“ legt der Münchener Michael Höfler nun seinen zweiten Lyrikband „Nebel ins Dunkel“ vor.

 

„Zeitgenössische Gedichte der Epochen“ – so der Untertitel, der gleichzeitig Programm ist.

 

Über neun Kapitel führt Höfler seine Leserschaft durch teils klassische, teils eigenwillig anmutende Epochen der deutschen Lyrik-Kunst:

So finden sich neben Klassik und Heimatdichtung auch Schlammpoesie und Wellness-Reime; Sturm und Drang, Romantik sind vor der Gebrauchslyrik angesiedelt; auf die Postmoderne folgen nur noch die Fatalverse.

 

„Wo kein Geist sich selber kennt

bleibt Erfahrung ohne Zweck

wiederholt sich mancher Trend

und am Ende bist nur weg.“

 

Während der erste Lyrikband ein Potpourri aus worteichen Bildern, schönen Stimmungen und vor allem zynischer Sozialkritik war, findet sich im zweiten Büchlein davon leider nur noch wenig. Der zuvor zitierte Zeitgeist gibt Einblick in das Können Michael Höflers, das sich jedoch hier an scheinbaren Zwängen von Kategorien zu wenig entfalten vermag.

 

Fazit

„Der Streifzug durch die literarischen Epochen im Licht der Gegenwart“ bringt leider tatsächlich nur „Nebel ins Dunkel“, aber kann weder ein Erleuchtung noch wirkliche Highlights erzeugen. Die wenigen wirklich guten Zeilen und Gedanken gehen in der großen menge an Gedichten unter. Schade eigentlich!

 

Elisa Jannasch