|
|
|
Joseph Gelinek: Die Violine des Teufels
Im Mittelpunkt stehen "die Violine des Teufels" - eine Fluch-beladene Geige, einen Mord und das Ableben des berühmten Paganini sowie natürlich auch dessen Kompositionen. Die Stradivari wird ihrer Virtuosin zum Verhängnis, oder worin liegt der Mord tatsächlich begründet?
In der streng gläubigen Zeit des frühen 19. Jahrhunderts verstarb Paganini an einem ungeklärten Leiden - jedoch ohne eine Beichte. Seitdem vermuten die Gottesfürchtigen einen Fluch auf seinem Lieblingsinstrument, einer Stradivari. Und tatsächlich kommen all ihre folgenden Besitzer auf mysteriöse Weise ums Leben. Der Musikliebhaber Kommissar Perdomo verfolgt die Spuren des Mörders und gerät in einen Strudel der Geheimnisse und nachfolgende Morde, die ihn fast 200 Jahre in die Geschichte zurück führen. Der Roman ist klar geschrieben und doch voller Bilder. Gelinek läst die Musik vor dem inneren Ohr auferstehen und führt selbst Laien in die faszinierende Welt der Musikgeschichte ein. Dennoch verliert er sich nicht in historischen Details, sondern behält den Spannungsbogen bis zum Ende bei.
Joseph Gelinek ist der Künstlername eines spanischen Musikwissenschaftlers und Autors, der dem Klavierlehrer und Hauspianisten des Wiener Adels zu Zeiten Mozarts entlehnt wurde. "Die Violine des Teufels" ist nach "Die 10. Symphonie" bereits Gelineks zweiter Roman, mit dem er sich nun endgültig den Ruf eines begnadeten Krimiautoren geschaffen hat.
Fazit: Spannend bis zum Ende - und doch lehrreich. Eine wunderbare Komposition aus Krimi und Musikgeschichte, die Lust auf mehr macht: Literatur & Musik.
Elisa Jannasch Joseph Gelinek: Die Violine des Teufels
Gebunden
- Knaur HC
|