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Carlos María Domínguez: Wüste Meere
Carlos María Domínguez zeichnet in seinen Erzählungen verschiedenste Facetten eines der Grundelemente des Lebens – des Wassers. Mal ist es Freund, mal Feind, mal unberechenbar, dann wieder hilfreich. Eines aber gelingt dem blauen Nass immer wieder aufs Neue und doch jedes Mal wieder anders: Den Menschen, die mit ihm kämpfen, zu sich selbst zu führen.
Was vor mehr als einem halben Jahrhundert Hemingway eindrucksvoll mit „Der alte Mann und das Meer“ gelang, schafft Domínguez leider nicht. Zwar erzählt auch er in den einzelnen Geschichten voller Emotionen und Leidenschaft von der Ursprünglichkeit dieser Elementkräfte, doch bleiben seine Charaktere aufgrund der Kürze der Geschichte etwas zu oberflächlich: Ihnen fehlt die Zeit für Entwicklungen. Wie Hemingway bevorzugt Domínguez einfache Leute, deren ehrliche Arbeit und beschäftigt sich intensiv mit dem Motiv des Scheiterns, des Untergangs. Doch seine Kurzgeschichten ergeben im Zusammenhang ein großes Bild, das jedoch nicht optimistisch stimmt: Der Mensch kann im Kampf gegen Naturgewalten nur verlieren. Denn die wüsten Meere lehren ihn Demut.
Carlos María Domínguez stammt aus Buenos Aires, Argentinien, und lebt heute in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo. Als Journalist und Literaturkritiker, vor allem aber als Schriftsteller machte sich Domínguez einen Namen. Seine Romane und Erzählungen (u.a. Das Papierhaus) rühmen sich internationaler Anerkanntheit und sind mehrfach preisgekrönt.
Elisa Jannasch Carlos María Domínguez: Wüste Meere
Gebunden
- Eichborn ISBN: 3821857749
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