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Marie Bertherat: Ein Sommer am Montparnasse Drei Erzählstränge, drei Perspektiven, drei Generationen, zwei Nationen und Kulturen. Eine bunte Mischung hat Marie Bertherat im "Sommer am Montparnasse" zusammengestellt, die im Ganzen jedoch nicht harmonischer sein könnte. Ein Geschichte, die fesselt - bis zur letzten Seite.
Über Zufälle steigt sie zur Photographin des damals am Anfang seiner Karriere stehenden Balletttänzers Rudolf Nurejew auf, bald macht sie Bilder von der ganzen Kompanie. Trotz der - nicht ganz unberechtigten - Unterstellung westlicher Tendenzen erhalten Rudolf und Nina die Erlaubnis, die Kompanie mit auf eine Welttournee zu begleiten. Doch weiter als Paris kommen sie nicht - denn Rudolf folgt dem Ruf der Freiheit und Nina dem der Liebe. Sie hatte ihren zukünftigen Ehemann kennen gelernt - und mit ihm ein Stück ihrer Vergangenheit. Denn ihr zukünftiger Schwiegervater war niemand anderes als Irinas verschollener Verlobter, der sich Vaterpflichten stellte, anstatt seinem Herzen zu Irina zu folgen. Neben der Lektüre in der Vergangenheit ihrer Mutter und ihrer eigenen Herkunft, beschäftigt Mouchka ihre erste große Liebe, Gabriel, die Zahl 7 und das ganz normale Erwachsenwerden. Leider findet das Buch ein sehr abruptes Ende, denn alle Erzählstränge werden zusammengeführt, die letzten Rätsel aufgelöst, alles fügt sich. Ein ganz und gar traditionelles Happy Ending im Hollywood-Stil. Schade, denn das passt an der Stelle gar nicht und wirkt aufgesetzt.
Fazit: Marie Bertherat ist ein Roman für junge Erwachsene gelungen, der auf intelligente Weise mehrere Generationen und zwei Kulturen überbrückt und sie zusammenführt. Auch wenn die Geschichte an einigen Stelen sehr konstruiert erscheint und das plötzliche Ende überrascht, so versöhnt die Botschaft des Buches: Liebe ist stark und überwindet alle Hindernisse, wenn man ihr diese Kraft zugesteht.
Elisa Jannasch Marie Bertherat: Ein Sommer am Montparnasse
Gebunden
- Urachhaus
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